Der Ford KA im Test des Spandauer Journal

Hut ab vor dem Drehzylinder                                   

 

Für kaum ein anderes Auto wurde dermaßen die Werbetrommel gerührt. In den Werbeblöcken der meisten Fernsehsender hatte er einen Auftritt nach dem anderen. Das Spandauer Journal prüfte nun nach, ob er hält, was die Reklame verspricht: Zwei Wochen lang fuhren wir den Ford KA.

Über sein Design lässt sich zweifellos streiten. "Aufgeblasener Maikäfer" sagen die einen, "eine stylistische Augenweide" die anderen. So richtig schlüssig sind wir uns auch nicht, was wir vom kleinsten Ford halten sollen. Besonders bei jungen Frauen (so unsere Feststellung) kommt er aber total an.

Keine Diskussionen gibt es über die Gestaltung des Innenraums. Da sind wir uns einig: Etwas peppigeres gibt es in dieser Klasse nicht. Geschwungene Linien, Elypsen und Kreise ziehen unsere Blicke fast magisch an. Besonders die Mittelkonsole mit dem Radio ist den Designern gelungen. Der absolute Clou ist der drehbare Zylinder anstelle eines Handschuhfaches auf der Beifahrerseite. Zunächst ein Ablagefach, um 120 Grad gedreht ein Brillenetui, um weitere 120 Grad gedreht, verwandelt sich das Ganze in eine Kassettenfach.

Wir fühlen uns pudelwohl, nachdem wir Platz genommen haben. Vor allem die Kopffreiheit ist beeindruckend. Selbst ein Riese wie der amerikanische Basketball-Center Shaquille O’Neal dürfte nicht am Fahrzeughimmel anstoßen.

Das bevorzugte Terrain des KA ist natürlich die Stadt. Parkplatzsuche – no Problem. Die von uns gefahrene 60-PS-Version ist ausgesprochen spritzig. Man schwimmt im Verkehr nicht nur mit, sondern ist durchaus fix. An der Ampel zieht der "Kleine" gut los. Die Geräusche im Innenraum halten sich in Grenzen. Die Techniker haben sich in diesem Punkt wahrlich Mühe gegeben. Das Fahrwerk ist der nächsthöheren Klasse ebenbürtig. Kaum Seitenneigung, hohe Spurstabilität mit hohem Federungskomfort – der KA ist ausgewogen abgestimmt.

Mit 18.150 Mark ist der kleine Ford zu haben. Dafür erhält man einen äußerst interessanten Gegenwert. Eine Klimaanlage gibt es bereits für 990 Mark extra.

Quelle: Spandauer Journal