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Ford KA: Der Elefanten-Rollschuh
Mittlerweile gehört er zum Alltag im Straßenverkehr, doch als Ford den KA Ende 1996 erstmals zeigte und die ersten Exemplare schließlich über die Straßen rollten, verdrehten sich Auto-interessierte Passanten den Hals, wenn er vorüberfuhr.
Selten
hat ein Kleinwagen für soviel Aufmerksamkeit gesorgt. Mutiges Design, Ford
selbst sprich von "New Edge-Design", kennzeichnet das mit 362 cm Länge
kleinste Modell der Kölner, das auf Komponenten des Fiesta basiert. Lieferbar
ist der Ford - bisher - ausschließlich mit zwei Maschinen, die 37 kW / 50 PS
oder 44 kW / 60 PS leisten.
Im Prinzip sollte man zur etwas stärkeren Maschine greifen, die bietet zwar
kaum bessere Fahrleistungen, ist aber in Anschaffung und Unterhalt auch kaum
teurer, besitzt aber dafür serienmäßig eine Servolenkung, die der kleinen
Maschine nur gegen Aufpreis spendiert wird. Auf einen kleinen Diesel wartet die
Fan-Gemeinde bisher leider vergeblich, obwohl gerade ein Selbstzünder den KA
sicherlich für viele Kunden noch attraktiver machen würde. Denn die Anhänger
des KA-Designs verzeihen dem kleinen Kölner auch Nachteile wie den recht klein
geratenen Kofferraum und die Erwachsenen kaum zuzumutende Rückbank, die wenig
Bewegungsfreiheit bietet.
Den Fahrer-Airbag gibt es seit Start der Baureihe serienmäßig, gleiches gilt
seit Sommer 1997 für den im Falle eines Falles lebensrettenden Luftsack vor dem
Beifahrer. Bis auf gelegentlich gebrochene
Keilriemenscheiben, die zu einem Ausfall der Kühlung und in Folge zu Schäden
an der Zylinderkopfdichtung führen, ist der KA eigentlich ein recht zuverlässiges
Auto. Flink ist er außerdem, insbesondere dann, wenn es um die Kurven geht, da
macht der Kleine richtig Spaß. Wer sich auf dem Gebrauchtmarkt auf die Suche
nach einem KA begibt, sollte die stärkere 44 kW / 60-PS-Version wählen, oder
den kleineren Motor, dem zusätzlich die servounterstützte Lenkung spendiert
wurde.
Und wenn es der Geldbeutel noch hergibt, ist ein Exemplar mit Klimaanlage, die
rund einen Tausender Mehrpreis verursacht, sicherlich keine schlechte Wahl.
Vorausgesetzt, man betrachtet den KA nicht als vollwertigen Vier- bis Fünfsitzer,
sondern als schnuckliges Gefährt für zwei, dessen Revier die Innenstädte
sind.